Four Wheelchair-User Architects
4WUA (Four Wheelchair-User Architects) steht für eine neue Form von Architektur: entworfen von Menschen mit Behinderungen.
Konkret handelt es sich in diesem Fall um querschnittsgelähmte Menschen, die sich im Rollstuhl fortbewegen. Aus der Perspektive eines Rollstuhls betrachtet, verändern sich Städte radikal. Und auch die Pläne dieser Städte sollten sich entsprechend verändern. Wir neigen dazu zu glauben, dass Stadtpläne Städte so darstellen, „wie sie sind“. Das stimmt nicht: Sie zeigen sie so, wie junge, starke Männer sie wahrnehmen. Nicht so, wie Frauen sie erleben – die sich zu bestimmten Tageszeiten nicht trauen, bestimmte Bereiche zu betreten –, oder blinde Menschen, oder diejenigen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, oder ältere Menschen.
Die Methode, die Giambattista Nolli in Rom als Modell für diese Kartographie entwickelt hat, ist dabei ebenso einfach wie wirkungsvoll: Weiß bedeutet zugänglich, Schwarz oder Grau unzugänglich und Blau potenziell zugänglich – vorausgesetzt, das Projekt wird umgesetzt.
Eine Stadtkartographie, die dieser oder ähnlichen grafischen Konventionen folgt, würde das Leben vieler Menschen erleichtern – nicht nur das von Rollstuhlfahrern.
Dies ist ein sorgfältig gestaltetes, ästhetisch ansprechendes Buch, das zugleich gründlich durchdacht ist.
Das Buch ist auf Spanisch, Katalanisch und Englisch erhältlich.
Über den Autor
„4 Wheelchair–User Architects (4WUA)“, vier Architekten (Marta Bordas, Sergio García, Carlos Vidal-Wagner und Natalia Pérez), die an Rückenmarksverletzungen leiden und Rollstühle benutzen, haben ein Buch geschrieben, das auf ihren eigenen Erfahrungen und Interessen basiert und diese Transformation sichtbar macht. Die gebaute Umwelt kann die Lebensqualität von Menschen mit dieser Art von Behinderung maßgeblich verbessern.
